Hinti wird modern

Am liebsten höre ich meine Musik auf Vinyl. Mein Revox-Radio wurde 1977 gebaut. Ich liebe mein Wählscheiben-Telefon. Ein hoffnungsloser Fall also?

Nicht ganz. Entgegen meinem Faible für alte Technik habe ich mir vor ein paar Tagen ein für meine Massstäbe ultramodernes Automobil gekauft: Einen 2012er Honda Civic mit Vollausstattung und einem raumschiffähnlichen Cockpit. Mit meinem 14-jährigen Accord war ich wohl super zufrieden, aber bei diesem Angebot konnte ich nicht widerstehen! Der Civic stammt aus erster Hand und hat erst 8900 km auf dem Zähler, wurde vorbildlich gewartet und nie im Winter bewegt. Für nicht mal 40 % des Neupreises und mit 12 Monaten Werksgarantie wechselte er am letzten Samstag den Besitzer und dient mir fortan als Alltags- und Schlechtwetterfahrzeug.

Zum Glück funktionieren Handbremse und Wandlerautomatik noch nach dem bewährten Prinzip, und Spielereien wie Abstandstempomat oder Spurhalteassistent sucht man vergeblich im Neuzugang. Manche Features erweisen sich aber als ganz nützlich. So ist bspw. die Rückfahr-kamera ganz praktisch, ist doch die Rundumsicht wegen der abgerundeten Form der Karosserie ziemlich eingeschränkt. Und auch an den schlüssellosen Start/Stop-Knopf gewöhnt man sich schnell. Vor allem aber überzeugt der Neue durch seinen absolut vibrationsfreien und nahezu geräuschlosen Motor. Hier hat offensichtlich entgegen meiner Erwartung nochmals eine deutliche Entwicklung stattgefunden. Es ist also nicht alles schlechter geworden - irgendwie beruhigend!

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